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Fr 21. Apr | Killing Popes

Killing Popes (GER / SWE / GB )

Oliver Steidle – dr, composition
Petter Eldh – ba, composition
feat.
Frank Möbus – guit
Kit Downes – key

Killing Popes:

das sind die Masterminds Oliver Steidle an den Drums und der Bassist Petter Eldh ausSchweden. Beide sind seit Jahren international hoch profilierte und angesagte Musiker. Petter Eldh
spielt u.a.mit Django Bates, dem Trondheim Jazz Orchestra sowie Marius Neset und der Neuedeutsche Jazzpreisgewinner von 2008 und 2010 Oliver Steidle ist vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Der Rote Bereich, SoKo Steidle, Peter Brötzmann und Aki Takase bekannt. Beide verbindet eine Leidenschaft für rhythmisch orientierte Musik: Petter kommt sozusagen vom
HipHop und Oliver hörte in seiner Jungend Grindcore und Punk. Musikstile, die zudem einen stark gesellschaftskritischen Charakter besitzen, wie der Jazz in seinen besten Jahren. Dies als stilistische Grundlage bieten die Kompositionen der beiden Alles, was den Jazz heute ausmacht: Rhythmisch komplex, catchy Melodien und Platz für Improvisationen.
„Wir (O.Steidle und P. Eldh) spielen in den unterschiedlichsten Jazzformationen und hatten das Bedürfnis eine Band zu gründen, die sich mit aktuellen, dunklen Geschehnissen auseinander setzt.
Themen, die dem Jazz, wie wir finden, ein wenig abhanden gekommen sind. „Als Kinder unserer Zeit, aufgewachsen in den 80er Jahren, haben wir keine Berührungsängste vor verschiedenen Stilistiken, sind undogmatisch, und wollten hier all unsere Erfahrungen, sowohl musikalisch als auch thematisch, miteinander verbinden.“
Heraus kommt eine Musik, in der die Aufgabenverteilung umgedreht erscheint: „es sind eher die Melodien, die als Basis dienen, damit sich unsere Rhythmen ausbreiten können“. Eine evtl. logische Konsequenz, wenn zwei „Rhythmiker“ für die Musik verantwortlich sind. Dabei ist es den beiden wichtig, nicht in Schubladen zu denken: „ Für uns ist es einfach Musik ! Wir tragen unsere Ideen zusammen,ohne darüber nach zu denken, was für eine Stilistik es sein könnte“. Frank Möbus ist seit Jahren eine Instanz der internationalen Jazz-Szene. Seine Zusammenarbeit
mit Carlos Bica und Jim Black, Daniel Erdmann und vor allem sein eigenes Projekt Der Rote Bereich, weisen ihn als uniquen, eigenständigen Künstler aus. Als Sideman bei den Killing Popes trifft er auf seinen langjährigen Wegbegleiter und drummer des Roten Bereichs Oli Steidle.
Kit Downes aus England erhielt 2008 den BBC Jazz Award als Rising Star und wurde vom Downbeat für den Newcomer Award 2012 nominiert. Er ist Leader des viel beachteten Trio’s Troyka, der
Band The Enemy und Accoustic Ladyland .Er spielt u.a. mit Julian Arguelles, Benny Greb und Squarepusher.

Die allgemeine Medien Resonaz jedenfalls ist einhellig:
The Killing Popes are an outstanding example about what is Jazz today ! (Nic Jones / All about Jazz/ New York)

„Das Sextett hat sichtlich Spass an den teils schwer vertrackten Ungetümen, die Soli werden über extrem gemeine rhythmische Muster gelegt, die Unisono Passagen gehen durch Mark und Bein und die immer wieder auftauchenden, catchy Melodien, erzeugen Gänsehaut Feeling. Ein Live Erlebnis der Extraklasse !“ (Thomas Kuschny / Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft)
Kaum eine andere Band, versteht es, durch Komposition und Improvisation derart starke Höreindrücke zu kreieren. „In your face“ dargeboten – mit einer rhythmischen Präsenz, die ihresgleichen sucht. (Thomas Milz / The Wire)
… das Highlight des Festivals aber, waren zweifelsohne die Killing Popes. Eine Band die mit ihrer Melange aus Jazz, Hi Hop und Hardcore auf ein nicht einzuschätzendes Publikum trifft. Nach anfänglich völliger Verwirrung über den Gegensatz zwischen Erwartetem und Präsentiertem obsiegte am Schluß das Unerhörte und das zunächst tapfere und dann begeisterte Publikum war letztendlich völlig aus dem Häuschen. (Bernd Zimmermann / NRW Jazz über das Jazzfestival Südtirol/Alto Adige 2015)

…Doch es gibt natürlich auch das andere, das etwas stoppeligere Gesicht der Jazzwerkstatt Bern. Im letzten Jahr wurde das fünftägige Festival in der Progr -Turnhalle in diesem Blatt noch für seine Liederlichkeit im Umgang mit der Tradition gerügt. Der Jazz werde hier zum Überbegriff, mit dem man jeglichen Schindluder treiben könne.
Nach der heutigen Jazzwerkstatt darf zwar immer noch munter über das Fassungsvermögen des Jazzbegriffs diskutiert werden, doch wenn Schindludereien dermassen Spass machen, wie jene des hochkarätig besetzten Kollektivs Killing Popes, dann rücken Definitionsfragen ganz schnell in den Hintergrund.
Wer gedacht hat, nach John Zorn’s Naked City, nach Mike Pattons Fantomas oder Berns Alboth! könne einen so leicht nichts mehr in Angst und Schrecken versetzten, der hat die Rechnung nicht mit den Killing Popes gemacht. Das Duo Eldh/Steidle, das neben Frank Möbus und Kit Downes durch den international gefeierten Berner Stimmengewalttäter Andreas Schaerer verstärkt worden ist, berauscht mit einem wilden Gemenge aus Art Rock, Fusion Jazz und Grindcore Gebelle. Hochkomplex durchkomponiert ist dieser musikalische Wutausbruch, dargebracht unter Aufbietung höchster Instrumentenbeherrschung und erheblich subversiver Energien. (Der Bund / Bern / Schweiz über das Jazzwerkstatt Bern Festival 2016).

 

19:30Uhr // Einlass, 20:30 Uhr Beginn
Eintritt VVK: 12€ zzgl Gebühren / AK: 15€

Bunker Ulmenwall, Kreuzstraße 0, Bielefeld