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Sa. 20. Jan ’18 | Eva Klesse Quartett

Als das Eva Klesse Quartett sein 2014 erschienenes Debütalbum „Xenon“ einspielte, war alles noch sehr frisch. Erst ein halbes Jahr zuvor hatten sich Klesse, Ring, Frischkorn und Lucaciu in Leipzig gefunden, seitdem gerade mal eine Handvoll Konzerte zusammen gespielt. Gleichwohl zeigte die Band bereits damals eine bemerkenswerte Stilvielfalt und starken Gestaltungswillen. Essentielle Merkmale waren und sind: atmosphärische Eigenkompositionen statt Covern, ein Gespür für interessante Melodien, Freude am Improvisieren sowie nuancierte, rein akustische Arrangements.
2015 wurde die Band dafür mit dem Jazz-ECHO als Newcomer des Jahres ausgezeichnet. Seit der Veröffentlichung von Xenon spielte das Kleeblatt u.a. auf der Hauptbühne des Jazzfests Berlin, bei den Jazztagen Dortmund und Leipzig, in den Rolf-Liebermann-Studios des NDR und beim Bayerischen Jazzweekend; mit Unterstützung des Goethe-Instituts waren sie in Santiago de Chile (Festival ChilEuropa), Concepcion und Valparaiso zu Gast.

Auf dem im Oktober 2016 bei Enja Records erschienenen Album „Obenland“ ist der charakteristische Sound des Eva Klesse Quartetts nun durchgängig präsent. Alle Stücke wurden diesmal eigens für das Album komponiert und sind auf die vier Persönlichkeiten zugeschnitten. Für die Band brachte das eine größere Geschlossenheit und gleichzeitig neue Möglichkeiten zur Öffnung in unterschiedliche Richtungen. Entsprechend changiert die Ästhetik nun von detailscharfem Kammerjazz mit variablen Klangfarben bis zu energischen Spitzen. Die dynamische Spanne ist größer denn je, Transparenz und Verdichtung halten sich insgesamt die Waage, wobei letztere stets so gekonnt passiert, dass der Hörer auch in weiten Bögen die Orientierung behält. In ihrem dynamischen Zusammenspiel, selbst bei noch häufigeren freien Passagen, lassen Klesse & Co. ihren Emotionen exakt so viel Lauf, dass Soli Intensität statt egozentrischer Entrückung vermitteln. Eine dermaßen subtile Balance zeugt von Reife.

Angesprochen auf den geheimnisvollen Albumnamen holt Eva Klesse etwas weiter aus und erzählt, wie sie sich als Kind manchmal auf den Dachboden zurückzog, den sie Obenland nannte. „Heute ist es der Phantasieort, in dem wir uns beim Spielen bewegen. Hier können wir frei sein und unsere Kreativität ausleben. Manchmal scheint es mir, wie wenn ein Mönch zur Meditation geht. Obenland ist ein ‚mindset‘, ein Raum für Ruhe und Zeit, sich auf etwas einzulassen.“
„Xenon war in gewisser Weise von weiter weg ‚fotografiert’“, schaut Eva Klesse zurück und stellt nun zufrieden fest, „Obenland fokussiert viel stärker, kommt näher an uns heran.“ Das ebenso lebendige wie konzentrierte neue Album bestätigt, was die London Jazz News schon vor einer Weile konstatierte: „A rising star on the German jazz scene.“

„Dass die aus NRW stammende Studentin von Medizin auf Musik umstieg, ist ein Glücksfall für den deutschen Jazz.“ Kulturspiegel
„Xenon“ ist also uneingeschränkt der Traum-Einstand einer traumhaften Band.“ Rondo – Das Klassik- und Jazz-Magazin
„ein vom ersten bis zum letzten Ton ausgewogenes Reifezeugnis, das staunen lässt und Lust auf immer mehr macht.“; „betörende Musik, wunderschön und ohne Kitschverdacht, ein erstaunliches Debüt“ Xenon-Rezension Ulrich Steinmetzger
„Shooting Star der europäischen Jazzszene“ NDR.de
„Ein reifes Album auf Weltniveau, das größte Hoffnungen weckt!“  hifi&records
„Etwas Schwebendes entsteht so, etwas zwischen Kontemplation und Temposchärfe. Und eben das funktioniert deswegen so gut, da diese Band wie ein atmender Organismus ist“ Jazzpodium
„Ein starkes Kollektiv“ Silberhorn
„Selten hat man junge Instrumentalisten so uneitel agieren gehört wie hier. Man lässt einander ungemein viel Platz und schert sich herzlich wenig um koventionelle Rollenverteilungen“, „Klesse hat zweifellos die perfekten Partner für ihre Philosophie gewonnen.“ Rondo
„’Obenland‘ heißt das gute Stück. Und gleich beim ersten Hören wird deutlich: Die Vier müssen musikalisch nichts mehr beweisen.“ Kreuzer
„Musik zum Schwelgen, sich daran aufreiben – Musik, die auf einmal eine andere Welt preisgibt.“, „Aus einem Guss“ BR
„Dank vieler interessanter Melodien und Harmonien ist der Jazz des Eva Klesse Quartetts für unterschiedliche Hörer attraktiv und doch weit vom Mainstream entfernt. Das muss man erstmal hinbekommen.“ Norbert Krampf, FAZ 11/16
„Ganz großer Jazz“ jazzzeitung

Einlass: 19.30h // Beginn: 20.30h
VVK: 12,– € (zzgl. Geb.) // AK: 15,– €