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Fr 21. Dez | Wiglaf Droste & Friedrich Küppersbusch & Frau Ado und die Goldkanten –> Ausverkauft!

Ein Abend mit Lesung und Musik

Westfallica!
Wiglaf Droste . Lesung, Rezitation, Gesang
Claudia Zahn . Gesang  //  Friedrich Küppersbusch . Gitarre  //  Guido Schlösser . Klavier, Gesang

Wiglaf Droste, Satiriker aus Ostwestfalen, trifft auf ein Trio aus dem Ruhrgebiet, dessen Mitglieder ebenfalls nicht auf den Mund gefallen sind. Frau Ado und die Goldkanten widmen sich auserwählten Schätzen der Unterhaltungsmusik von Schlagern der Dreißiger über Carole-King-Klassiker hin zu Pop-Preziosen der Gegenwart. Das Publikum kann sich freuen auf einen Abend mit Droste-Texten, die der Autor nicht nur liest, sondern auch singt, und wort- und stimmgewaltige Duette des Herforders mit Journalistenlegende Friedrich Küppersbusch und Sängerin Claudia Zahn.

Wiglaf Droste ist Dichter, Gelegenheitssänger und Vorleser. 2003 wurde ihm der Ben-Witter-Preis verliehen, 2005 der Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis. 2009 war er Stadtschreiber zu Rheinsberg, im Jahr 2013 bekam er den Peter-Hille-Preis zugesprochen. Sein letzter Gedichtband, „Wasabi dir nur getan?“, erschien im September 2015 im Verlag Antje Kunstmann, München, im Februar 2016 erschienen die Reisegeschichten „Nomade im Speck“, mit Bildern von Nikolaus Heidelbach in der Edition Tiamat, Berlin. Es folgten die Liebeserklärung an den Kater Domi, „Der Kater Humpelkumpel und ich“ (Reclam 2017, illustriert von Jamiri) und Anfang 2018 bei Tiamat die Glossen-und Miniaturensammlung „Kalte Duschen, warmer Regen“. Im Juni 2018 erhielt er Deutschlands einzigen Satire-Preis, den renommierten „Göttinger Elch“; die Jury begründete ihre Entscheidung u.a. damit, dass Droste „der Kurt Tucholsky von heute und der Heinrich Heine unserer Tage“ sei.

Die Latte ist also hoch gehängt, wenn Wiglaf Droste seine traditionelle Bielefelder Winterreise antritt. Dabei kann er sich auf ein formidables Trio stützen, auf das die Zuhörer sich freuen dürfen: Claudia Zahn ist die große weiße Hoffnung des schwarzen Blues und Soul, kann aber auch so frech wie romantisch chansonieren; Friedrich Küppersbusch („Wie – DER Küppersbusch?“ – „Ja, DER Küppersbusch!“) beherrscht seine Gitarre so ZAK-ZAK, wie liebevoll, und Pianist Guido Schlösser spielt noch die schwierigsten Tonfolgen so ausgefuchst, dass man sie für kinderleicht hält. Drostes meist leiser, warmer Bariton kann es sich in diesem Klangbett auf das schönste wohlsein lassen.

P.S.:
Meer und Rettich
Von Wiglaf Droste

Aus tosendem weißen Meer
rett ich dich, meine schöne Gabi.
Doch was nimmst du ängstlich, ja panisch
So grüne Farbe jetzt an?
O Gabi! Sake: Wasabi
Dir denn nur angetan?

Dass Wiglaf Droste ein genialer Journalist ist, der auch gut dichten kann, jedenfalls „nicht schlechter als Erich Kästner“ (Die Zeit), hat sich spätestens seit seinem hochgelobten Gedichtband „…nutzt gar nichts, es ist Liebe“ (Reclam, 2005) landesweit verbreitet, und seitdem wartet man auf eine Fortsetzung. „Wasabi dir nur getan?“ ist eine verblüffende Mischung der Tonfälle und Fallhöhen: zart und herb, scharfsinnig und ausgelassen, melancholisch und ironisch von »Angela Deutschland« bis zum hymnischen „Reherücken“, zu zärtlichen „Ohrenküssen“, vom anagrammatischen „Leseesel“ bis zum poetischen Ringen mit dem Trauma: „Zur Weihnachtszeit Besinnlichkeit“. Wiglaf Drostes Lyrik weiß um den Menschen, besingt Liebe und Leben, Essen und Trinken, Politik und Kultur mit Heiterkeit und fröhlicher Härte und beweist auch mit diesen neuen Gedichten, dass Droste, wie das DeutschlandRadio feststellte, „die Tradition von Ringelnatz und Tucholsky fortsetzt. Es gibt derzeit nur wenige Autoren in Deutschland, die so scharfe Pointen setzen können und die es tatsächlich schaffen, das komische Gedicht als Waffe zu gebrauchen.“

Am 21.12. liest und singt Droste, der seit mehr als 30 Jahren auf der Bühne steht, Neues und schon Veröffentlichtes, und alles fügt sich zu einer humorvollen Feier der Sprache.

Das wird ein sehr besonderer Abend!

Einlass: 19.30h  //  Beginn: 20:30h
VVK: 20,– € (zzgl Geb.)  // AK: 23,– €