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Fr 29. Nov | 35 Jahre theatre du pain

Hans König . Darsteller, Autor // Mateng Pollkläsener . Darsteller // Wolfgang Suchner . Dasteller

So lange schon sind sie eine Klasse für sich: philosophischer Dada, Gleichzeitigkeit von Sentimentalität, Spießigkeit und Anarchismus. Mit einer fulminanten Mischung von skurril instrumentierter und fein arrangierter Popmusik, irrwitzigen Trialogen, die klingen, als hätten sich die Monty Pythons, David Lynch und Immanuel Kant zum Frühstück getroffen, sowie spektakulären Stunts und Action auf der Bühne und im Publikum liefern sie uns Abbilder des verirrten Abendländers. Sind provokant bis zur Schmerzgrenze und spielen grandios mit unseren Seh- und Denkgewohnheiten. Die Gala-Show zum 35-jährigen Bühnenjubiläum wird zur Kur für die vermeintlich Satten; für alle, denen die Infantilität des Comedy und Biederkeit des Kabaretts und die manchmal artifizielle Intellektualität des Theaters nicht (mehr) genügt.

35 Jahre theatre du pain – dadaert seit 1984: Sang mit den Toten Hosen, Rio Reiser und Herbert Grönemeyer „Alles Lüge“ auf dem WAA-Festival in Burglangenfeld vor 100.000 Menschen. Wurde zum intellektuellen Höhepunkt in der FAZ und probte für seine Auftritte nicht. Verschlankte in den 1990gern von Sechs zu Drei, spielte landauf landab. Ließ sich die Presse überschlagen, machte Menschen glücklich und süchtig, öffnete neue Blicke, ließ wie niemand sonst Normales schräg und Schräges normal sein. Befreite mit seinen Liedern und Szenen Tausende aus dem Elend der schamhaften Sinnhaftigkeit und der Banalität der ewigen Zirkelschlüsse. Bekam Preise (Prix Pantheon u.a.) wurde vom Fernsehen vergrabscht und gebannt. Fuhr mit den Supremes auf der MS Europa 2 mit und erhielt Auftrittsverbot wegen Reichenbeleidigung. Wurde auf die großen Bühnen gejubelt, blieb den kleinen Bühnen treu. Nahm Musik auf und machte Filme, und schuf weil es nie in eine Schublade passte, einfach seine eigene. Spielt in der eigenen Liga. Da geht es zum Brüllen komisch zu, sentimental, tiefenpsychologisch, banal, wütend und schön. Es hat seine Kunst der Kontraste zur Meisterschaft gebracht, spielt nicht mehr so oft aber immer noch wahnwitzig intensiv und hinterlässt ein glückliches Publikum, das oft nicht wusste, dass es solchen Humor wirklich gibt. (von der Homepage der Breminale 2019)

(…) Vielleicht war das thetare du pain noch nie so gut! (Taz)

Einlass: 19.30h // Beginn: 20.30h
VVK: 13,– € (zzgl. Geb.) // AK: 16,– € // erm.: 13,– € // AK für Vereinsmitglieder: 8,– € // U20: Eintritt frei