Töne um Vergebung – das französische Cello

Bild: Maria Kübeck

Willem Schulz, Komponist und Cellist, liest mit musikalischen Intermezzi aus seiner „Nachkriegsgeschichte“ und stellt die Geschichte um sein Cello vor: Erst angesichts des Todes seines Vaters erfährt Schulz, dass das Cello, auf dem er seit mehr als 50 Jahren spielt, Kriegsbeute ist. Die Erfahrung, wie sehr solche Erkenntnisse uns als Nachkriegsgeneration bis heute verfolgen, und das damit verbundene Schuldgefühl trieben ihn an, den Ort und die Menschen zu finden, die mit dieser Geschichte verbunden waren.

Im Mai 2019 reist Schulz nach Nordfrankreich, wo sich mithilfe eines französischen Freundes und spontaner Cello-Einsätze auf wundersame Weise Türen öffnen und er schließlich bei den inzwischen greisen Kindern des damaligen Cellobesitzers die Töne um Vergebung erklingen lassen kann. Die Erfahrungen dieser Reise inspirierten ihn zu seiner Erzählung, die zur Reflexion und Diskussion über den Umgang mit Schuld in den Nachkriegsgenerationen anregen und über die anschließend mit dem Publikum diskutiert werden soll.

Lineup: Willem Schulz . Lesung, Cello

Einlass: 19.30h // Begin: 20.30h
VVK: 9,– € (zzgl. Geb.) // AK: 12,– € // Ermäßigt: 9,– € // Mitgl.: 6,– €  // U20 Eintritt frei

In Kooperation mit dem Kulturzentrum Wilde Rose, Melle. Gefördert vom Deutschen Literaturfonds e.V. im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.